Pütz, Born, Drees, Brunnen, Quelle, Bach, Fluss, Weiher, Stausee, Maar oder Moor – welchen Beinamen trägt das eifeler Wasser? Der Pütz befand sich im Haus oder unmittelbar daneben. Er versorgte die Menschen mit dem Wasser, das sie fürs Kochen und vielleicht noch fürs Kleinvieh benötigten. Nur noch in wenigen alten Häusern ist er erhalten, mit Steinen eingefasst im lehmgestampften Keller. Die meisten jedoch wurden, nachdem das Wasser bequem aus der Leitung floss, mit Schutt gefüllt, betoniert und vergessen. Der Born versorgte im Ortskern die Menschen und ihr Vieh. Hier wusch man Kleidung, Rummeln und Kappes.
Hier traf man sich zum Tratschen und tauschte Neuigkeiten aus. Über 50 Dreese in der Vulkaneifel bieten geschmackliche Abwechslung. Die Sauerbrunnen stillen den Durst an heißen Tagen, bieten wertvolle Mineralien und lassen den Teig von Buchweizen- und Pfannkuchen locker werden. In Brunnen wird sauberes und weiches Grundwasser gewonnen, das die Menschen heute versorgt. Aus Quellen speisen sich Bäche, aus Bächen werden Flüsse. Zuweilen wird der Lauf der Bäche ein wenig aufgehalten, Weiher angelegt, um dort Fisch zu züchten, der seit jeher gern auf dem Teller des ein oder anderen Eifelers landet. Vulkanische Eruptionen lassen Maare entstehen, aus denen einige im Lauf der Jahrtausende zu Mooren werden. Konnte der Mensch früher nur mit großer Mühe dem Wasser abringen, was er von ihm benötigte, so bilden Stauseen wie der Üdersdorfer Stausee oder der Stausee bei Jünkerath heute vielfältige Möglichkeiten für Angler, Urlauber und Sportler. Auch der in Sassen entspringende Uersfelder Bach wird zu einem kleinen See aufgestaut, an dem sich seit vielen Jahren Urlauber in einer Ferienanlage erholen.

Quellhöhe: 540 m | Mündungshöhe: 390 m | Höhenunterschied: 150 m | Länge: 6 km
Mündungsfluss: Elzbach | Mündungsort: Lirstal

Aufnahmeort: Heilbachsee