Die Natur des Wassers wird in der Kulturlandschaft der Eifel seit Jahrhunderten durch Wehre, Kanäle, Mühlgräben, Höhlen und Quellfassungen immer wieder gestaut, gefasst, gebändigt oder geleitet. Wasser tritt zu Tage, Wasser bewahrt Leben, Wasser leistet Arbeit, Wasser verschwindet in der Tiefe. 


Durch den technischen Eingriff des Menschen wird der einst natürliche Weg des Wassers dauerhaft verändert. 
So entstehen immer wieder neue Klangorte. Einige von ihnen klingen seit fast tausend Jahren. Andere sind erst in unserer Zeit entstanden.
Was bleibt, ist der veränderte Klang des Wassers.

Der Podcast lauscht den Klängen dieser Orte.
Durch ihre auditive Aufarbeitung und mediale Bereitstellung können diese Klangorte weltweit mit den Ohren erlebt werden und erzeugen eigene Wahrnehmungsorte.

Über lange Zeit wurden aus dem alten erkalteten eifeler Basaltstrom mit mühsamer Muskelkraft Mühlsteine gehauen. Noch heute sind die Spuren hiervon bei Hohenfels zu sehen. Betritt man eine der vielen kleinen Höhlen, so wird man alsbald von Stille umfangen. Lediglich vereinzeltes Tropfen des Wassers ist nach regenreichen Tagen zu hören, vielleicht dringt noch ein wenig Vogelgezwitscher hinein oder das Rauschen des Windes, der durch die Buchenbäume streift. Ansonsten herrscht hier Abgeschiedenheit.

Im Jahr 1327 wird das Dorf Rackenbach bei Meisburg erstmals urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert wohnen dort nachweislich noch Menschen. Im 19. Jahrhundert finden sich hier nur noch Ruinen. Seither ist der Ort eine Wüstung, vergessen und abseits gängiger Wege gelegen. Neben dem Rackenbacher Wieschen ist der ehemalige Ort im Wald verborgen. Der Orkan Wiebke legte 1990 wieder einige Mauerreste frei, die mittlerweile wieder verschwunden sind. Inmitten eines dichteren Waldabschnitts liegt verborgen ein alter Quellbrunnen, mit alten behauenen Sandsteinen notdürftig gefasst. Einer von ihnen ist ein ehemaliger Türsturz mit eingravierter Jahreszahl.

Hier liegt auch der Eingang zum Rackenbacher Graben, der das örtliche Wasser aus verschiedenen Quellen ins tief gelegene Lohsamtal fließen lässt. Dort trieb es es viele Jahrhunderte lang Hammermühlen an, die das lokale Erzgestein aufbrachen, welches dann in Eisenschmitt zu Eisen verhüttet wurde. Von den einstigen Mühlen geben nur noch Mühlgräben Zeugnis, die trocken und von Bäumen bewachsen heute Teil des Waldes geworden sind.

Diese Aufnahme lauscht dem Quellbrunnen und den vielen Armen eines kleinen Baches, der während der Schneeschmelze für wenige Tage an ihm vorbeirauscht. Wer genau lauscht, kann auch einen fernen Schuss hören. An diesem Tag ist Jagd im Wald …

Im Jahr 1327 wird das Dorf Rackenbach bei Meisburg erstmals urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert wohnen dort nachweislich noch Menschen. Im 19. Jahrhundert finden sich hier nur noch Ruinen. Seither ist der Ort eine Wüstung, vergessen und abseits gängiger Wege gelegen. Neben dem Rackenbacher Wieschen ist der ehemalige Ort im Wald verborgen. Der Orkan Wiebke legte 1990 wieder einige Mauerreste frei, die mittlerweile wieder verschwunden sind. Inmitten eines dichteren Waldabschnitts liegt verborgen ein alter Quellbrunnen, mit alten behauenen Sandsteinen notdürftig gefasst. Einer von ihnen ist ein ehemaliger Türsturz mit eingravierter Jahreszahl.

Hier liegt auch der Eingang zum Rackenbacher Graben, der das örtliche Wasser aus verschiedenen Quellen ins tief gelegene Lohsamtal fließen lässt. Dort trieb es es viele Jahrhunderte lang Hammermühlen an, die das lokale Erzgestein aufbrachen, welches dann in Eisenschmitt zu Eisen verhüttet wurde. Von den einstigen Mühlen geben nur noch Mühlgräben Zeugnis, die trocken und von Bäumen bewachsen heute Teil des Waldes geworden sind.

Diese Aufnahme lauscht dem unweit des Rackenbacher Wieschens dem Eingang zum Rackenbacher Graben, durch den während der Schneeschmelze für wenige Tage weit mehr als sonst das Wasser tost …

Als Bernhard von Clairveaux 1135 einen Standort für ein Kloster in der Eifel auswählen sollte, erschien ihm der Ort an der Salm ideal zu sein: abgeschieden genug, um ein Leben in Gebet zu führen, nahe genug an der Mosel und Trier, um erfolgreich zu wirtschaften. Wasserkraft war von Beginn an einer der entscheidenen Wirtschaftsfaktoren des Klosters. Die Zisterzienser vermochten es, ihr technisches Wissen und ihre Erfahrung über die Jahrhunderte hinweg zu nutzen und zu verfeinern. So nutze man das Wasser der Salm und Lahsalm zum Betrieb von Getreidemühlen und zur Aufbereitung von Erzgestein in Hammermühlen, um hieraus Eisen zu gewinnen. Die Fischzucht bereicherte die Ernährung der Menschen. Der alte Mühlgraben im Klostergelände ist schon seit langen außer Betrieb, doch hört man hierin noch das Plätschern des Wassers, das von der Gärtnerei her Richtung Salm fließt.

Das Rückhaltebecken am Josenbach bei Daun dient seit Jahrzehnten der Aufnahme größerer Wassermassen, die nach starken Regenfällen oder Schneeschmelze aus dem Seitentälchen der Lieser ins Tal drängen. Der Ort hilft Zeit zu gewinnnen, wenn das Wasser der Lieser bereits über ihre Ufer zu steigen droht.

Die Aufnahme zeigt das Wasser an einem Wintertag, das sich abseits des betonierten Kanals über die Wiese am Josenbacher Drees seinen Weg in das alte Becken bahnt …

Ende des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts wurde der Eisenbahntunnel 560 Meter durch den Berg getrieben. 80 Jahre später wurde er zum Radweg umfunktioniert. Im Tunnel befinden sich etliche Nischen mit runden Bögen, in denen das darüber einsickernde Wasser abgeführt wird. Seit knapp 100 Jahren gehört das Plätschern dieses Wassers zu diesem Ort.

Zwischen dem Naturschutzgebiet Mürmes und dem Schalkenmehrener Maar liegt der alte fischreiche Sangweiher, an dem ganze Jahr über viele Vögel zu beobachten sind. An seiner südlichen Seite schließt ein Wehr das Gewässer, das mit einem kleinen hölzernen Häuschen überbaut ist. In ihm ist das Rauschen des abfließenden Wassers zu hören.

Um die alten Manderscheider Ruinen der Nieder- und Oberburg schlängelt sich die Lieser wild durch das Grundgestein. Der Bachlauf schließt eine Turnierwiese ein, die von den beiden Burgen und der Bergwand der Lieser umgrenzt wird. Hier ist das Spiel des Wassers wie in einer Arena zu hören.

Diese Aufnahme lauscht dem Bach unmittelbar am fließenden Wasser.

Um die alten Manderscheider Ruinen der Nieder- und Oberburg schlängelt sich die Lieser wild durch das Grundgestein. Der Bachlauf schließt eine Turnierwiese ein, die von den beiden Burgen und der Bergwand der Lieser umgrenzt wird. Hier ist das Spiel des Wassers wie in einer Arena zu hören.

Diese Aufnahme lauscht von der Mitte der Wiese dem ringsum fließenden Wasser.

Dieser künstlich angestaute Weiher diente ursprünglich dazu, die Dampflokomotiven am Bahnhof Daun genügend Wasser zur Verfügung zu stellen. Dieses Zeugnis der frühen Industrialisierung liegt heute als privater Fischweiher in einem kleinen Seitental bei Boverath.

Die Aufnahme lauscht in das Tal des Maubachweihers hinein, dessen an einem Wehr abfließendes Wasser den Klang des Ortes weithin bestimmt.

Zwischen Daun und Weiersbach mischen sich mehrere Klänge: Das Rauschen der Lieser, das Wasser des Winkelbachs, der von den Maarbergen hinabfließt, der Autoverkehr der L46 sowie seit einigen Jahrzehnten die verschiedenen Klänge des Klärwerks, die das Brauchwasser der Menschen wieder aufbereitet. Natur- und Kulturklänge sind gleichermaßen hörbar.

Die Aufnahme entstand unweit der hölzernen Fußgängerbrücke, die zum Lieserpfad führt.

Kaum ein Naturort der Vulkaneifel wurde von Menschenhand so oft umgestaltet, wie der Wallenborner Brubbel. Was als Naturschauspiel die Menschen in das Eifeldorf lockt, ist Ergebnis einer durchdachten Inszenierung eines Naturphänomens. Durch eine Kohlesäure-Bohrung im frühen 20. Jahrhunderts freigesetzt, stößt das Wasser der Brubbels rund alle 35 Minuten in Eruptionen an die Oberfläche. In den 30er Jahren durch ein enges Rohr mehrere Meter hoch, später wurde er zu einem Brunnen ausgebaut, indem das Wasser wie in einem Kessel brodelte. Seit einigen Jahren ist die Quelle wieder enger gefasst, sodass das Wasser wieder höhere Eruptionen erreicht. Somit änderte sich auch der Klang dieses Ortes inerhalb eines Jahrhunderts mehrfach.

Auf dieser Aufnahme ist der Brubbel in seiner Ruhephase zu hören, die bei genauem Hinhören alles andere als ruhig ist …

Kaum ein Naturort der Vulkaneifel wurde von Menschenhand so oft umgestaltet, wie der Wallenborner Brubbel. Was als Naturschauspiel die Menschen in das Eifeldorf lockt, ist Ergebnis einer durchdachten Inszenierung eines Naturphänomens. Durch eine Kohlesäure-Bohrung im frühen 20. Jahrhunderts freigesetzt, stößt das Wasser des Brubbels rund alle 35 Minuten in Eruptionen an die Oberfläche. In den 30er Jahren durch ein enges Rohr mehrere Meter hoch, später wurde er zu einem Brunnen ausgebaut, indem das Wasser wie in einem Kessel brodelte. Seit einigen Jahren ist die Quelle wieder enger gefasst, sodass das Wasser höhere Eruptionen erreicht. Somit änderte sich auch der Klang dieses Ortes inerhalb eines Jahrhunderts mehrfach.

Auf dieser Aufnahme ist der Brubbel in seiner Eruptionsphase zu hören …

Ein alter Maarkessel südlich von Schalkenmehren birgt ein einzigartiges Areal einer Natur- und Kulturlandschaft abseits der klassischen Touristenziele der Vulkaneifel. Hier sollte ein jeder hin, der die Vegetation, die Tiere und die Landschaft der Vulkaneifel hautnah erleben möchte, ohne einem Menschen zu begegnen. Der nördliche Zugang über eine Autobahnbrücke der A1 lässt kaum erahnen, dass nur wenige Schritte vom Lärm und Abgas der Fernstraße, durch einen natürlichen Wall geschützt, diese atemberaubend stille Landschaft liegt.
Heute zeigt sich eine weite Flachmoorlandschaft, die eine große Anzahl seltener Pflanzen, wie dem Sonnentau und anderen Moorpflanzen, eine Heimat bietet. Vögel sind zu beobachten und in dämmrigen Stunden Rotwild, Wildschwein, Hase u. v. m. Dabei hat dieser Kessel mehrere Wandlungen hinter sich. Mit Ausgang des Mittelalters wurde ein Großteil mit einem Damm abgetrennt, um ein Gewässer aufzustauen, in dem Fische für die Tafeln der Kurfürsten von Trier gewonnen wurden. Im 19. Jahrhundert gewann man aus den meterhohen Torfschichten Brennstoff. Erst in jüngerer Zeit wurde dem Flachmoor wieder Raum gegeben. Der Besucher hat die Möglichkeit, an einer Plattform mit zahlreichen aufbereiteten Informationen zu Pflanzen und Tieren möglichst schadlos in die Landschaft einzutauchen. Aus dem Mürmes speist sich ein Teil des kleinen, bei Ellscheid entspringenden Mürmesbachs, der zwischen Udler und Saxler in den Alfbach mündet.

(Sie auch Podcast Bäche der Eifel)