Das Naturschauspiel des Wasserfalls Dreimühlen bei Nohn ist eher beiläufig entstanden – und menschengemacht. Drei Quellbächlein wurden Anfang des 20. Jahrhunderts zusammengefasst und weitergeleitet, um einer mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Raum zu geben. Seither fällt das rund 50 Meter lange Bächlein über Stufen knapp 6 Meter in die Tiefe und lagert unermüdlich Kalk ab. Etwa 10 cm wächst der Wasserfall hierdurch pro Jahr, zwei bis drei Millimeter pro Tag. Kinder, die heute geboren werden, dürften während ihrer Lebenszeit acht bis neun Meter weiteren Wachstums beobachten können. Womöglich verändert der Wasserfall dann auch ein wenig den Verlauf des Ahbachs, in den er mündet, wenn der Mensch nicht erneut Hand anlegt.

Der Ahbach entspringt bei Betteldorf und durchfließt das malerische Tal des Dreiser Maarkessels. Wäre er nur knapp einen halben Kilometer südlicher entsprungen, würde sein Wasser bis zur Mosel fließen. So fließt er über die Ahr, die ihren Weg in den Rhein findet.

Quellhöhe: 559 m | Mündungshöhe: 331 m | Höhenunterschied: 228 m | Länge: 21 km
Mündungsfluss: Ahr | Mündungsort: Ahrdorf

Aufnahmeort: Wasserfall Dreimühlen bei Nohn